Da hat sich die Kreisverwaltung Ahrweiler was Schönes ausgedacht. Und der dem Landrat geneigte Teil des Kreistags stimmt dem wohl zu. Ab dem nächsten Jahr nimmt der Kreis Ahrweiler seine Müllentsorgung wieder selbst in die Hand. Angeblich, um die Kosten für die Bürgerinnen und Bürger im Ahrkreis nicht explodieren zu lassen. Die Kosten werden tatsächlich fast gehalten. Dafür wird die Zahl der Abfuhren z.B. beim Restmüll halbiert. Von 12 mal jährlich auf 6 mal. Jede weitere Abfuhr kostet zusätzlich. Zusätzlich kostet auch die neue Pflegetonne (im Volksmund auch schon “Diskri-Tonne“ genannt, weil für Jedermann erkenntlich wird, wo ein Pflegebedürftiger wohnt), in der die Pampers von Säuglingen, Kleinkindern oder Pflegebedürftigen entsorgt  werden sollen.

Im Schnitt kommen auf die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gebührensteigerungen von mehr als 30 % zu.

Man darf gespannt darauf sein, wie sich das neue Müllentsorgungssystem entwickeln wird. Ob überlaufender Müll die Straßen verdreckt, ob eventuell madenbefallene Tonnen vor sich hin stinken und die Luft verpesten und ob frei entsorgter Müll Landschaft und Wälder verschandelt. In einem Jahr sind wir schlauer.

Erheblich teurer als heute wird es unabhängig davon auf jeden Fall.

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